Jahresabschlussfeier der Mindelheimer Leichtathleten
Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr - Mindelheim (11.11.2007)
Am Samstagabend trafen sich nach der anstrengenden Altpapiersammlung bei starkem Wind und Schneefall knapp 60 Mitglieder der Leichtathletikabteilung des TSV Mindelheim zur traditionellen Jahresabschlussfeier.
In ihrer Rede berichtete Abteilungsleiterin Margit Reichert kurz über die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres. Zu beginn des Jahres am 4. März 2007 fanden in Mindelheim die Schwäbischen Cross- und Waldlaufmeisterschaften statt. Die Zuschauer konnten bei gutem Wetter viele hervorragende Leistungen der zahlreich angereisten Athleten bewundern. Die nächste schwäbische Meisterschaft fand dann am 1. Juli im Leichtathletikstadion statt. Hier konnte die Jugend auf Bezirksebene ihre Kräfte messen. Während der Veranstaltung kam es zu keinen nennenswerten Problemen und so konnten sich die Veranstalter über viel Lob von allen Seiten freuen. Dieses Lob gab Margit Reichert sehr gern an alle Beteiligten weiter.
Des Weiteren berichtete Sie von der aktuellen Trainingsarbeit in der Abteilung. Ihr Dank galt hierbei besonders den Übungsleitern, die selbstverständlich und zuverlässig die Übungsstunden begleiten.
So gibt es mehrere Gruppen für die technischen Disziplinen:
Kinder (6-9 Jahre) betreut von Tanja Sedelmaier und Daniela Winkler
Kinder (9-12 Jahre) betreut von Susanne Griebl und Margit Reichert
Jugendliche und Erwachsene betreut von Bernhard Ruf
Für den Läufernachwuchs gibt es genau wie für den ambitionierten Hobbyläufer entsprechende Trainingsangebote. René Reichert und Gerhard Groß sind hier die Betreuer der Gruppen.
Im Anschluss an seine Frau gab René Reichert einige Informationen über die Zukunft der Laufveranstaltung in Mindelheim. Da der Altstadtlauf aus verschiedensten Gründen nicht mehr stattfinden wird haben die Verantwortlichen nach einer Alternative gesucht und als Ergebnis wurde der Mindelheimer Pfingstlauf präsentiert. Dieser Lauf wird sein Zentrum am Maristenkolleg haben und nicht mehr in der Mindelheimer Altstadt stattfinden. Nähere Informationen zu den Strecken und die neue Ausschreibung werden dann auch in Kürze im Internet unter www.lamn.de abrufbar sein.
In seinen weiteren Ausführungen bat er die Mitglieder der Abteilung um aktive Hilfe bei der Umsetzung der anfallenden Aufgaben.
Der 1. Bürgermeister der Stadt Mindelheim, Herr Dr. Winter, würdigte die Arbeit der Abteilung und des Gesamtvereines. Er bedankte sich bei allen für den ehrenamtlichen Einsatz und ihr Engagement beim diesjährigen Sternlauf in Mindelheim.
Schon Tradition ist es, dass Alfred Stark als ehemaliger aktiver Athlet Pokale für die Erfolge der Schüler und Jugendlichen stiftet. Bei den Erwachsenen konnten sich Balthasar Bischlager und Tobias Lutzenberger über einen großen Pokal freuen. Balthasar wurde mit einer Zeit von 50,43 Sekunden Bayerischer Junioren-Meister über die 400 m und konnte zudem seinen Vereinsrekord nochmals deutlich verbessern. Tobias glänzte in Innsbruck mit hervorragenden 4,2 m beim Stabhochsprung. Mit dieser Leistung brach er den Vereinrekord von Bernhard Ruf, der sehr viele Jahre Bestand hatte. Beide Athleten werden den TSV Mindelheim zum Jahresende verlassen. Die Abteilung wünscht beiden für ihre sportliche und berufliche Zukunft viel Erfolg.
Die weiteren Pokale gingen an Bernadette Ruf, Patrick Lutzenberger, Theresa Ziemer und Michaela Mauler. Alle vier konnten mit sehr guten Leistungen überzeugen und haben sich die Auszeichnung mit viel Fleiß und Schweiß verdient.

auf dem Foto von Links: Patrick Lutzenberger, Bernadette Ruf, Theresa Ziemer, Tobias Lutzenberger, Michaela Mauler, Balthasar Bischlager und Alfred Stark
„München bewegt!“
So das Motto des 22. München Marathon. - Mindelheim (18.10.07)
Am letzten Sonntag stieg zwei Wochen nach dem Oktoberfest nun in München das große Läuferfest: 8037 Läufer(innen) aus 59 Nationen (so viel wie noch nie) starteten bei Idealtemperaturen von 5 bis 12 Grad (Start bis Ziel) auf die großen 42,195 km-Runde. Pünktlich um 10 Uhr schickte Münchens Sport-Bürgermeisterin Christine Strobel die Marathonis auf der breiten Ackermannstrasse neben dem Olympiapark ins Rennen. Auf den ersten Kilometern durch Schwabing galt es das richtige Renntempo zu finden. Dann ging es durch den Englischen Garten, über die Isar nach Oberhausen und zurück nach Bogenhausen. Hier hatten die Läufer die Hälfte des Marathons erreicht und die Sonne schickte nun auch die wärmenden Strahlen auf die Läuferschar. Weiter ging´s in nördlicher Richtung zum Stadtteil Bogenhausen-Haidhausen - zum Marienplatz (km 29,5 bis 30,5), wo zahlreiche Zuschauer, Musikbands und Cheerleaders die Marathonis stimmungsvoll begleiten. Auf der Leopoldstrasse, bei km 37, zeigte sich dann bei vielen Läufern, wer die Kohlen zu früh in den Ofen geschoben hatte. Hier wartete das so genannte „Männchen mit dem Hammer“. Die Beine werden schwer und die Muskeln schmerzen und man sehnt sich nur noch das Ziel möge entgegen kommen. Dann endlich der Olympiapark und das Olympiastadion in Sicht. „Es ist der Moment der Momente“. Die Überwältigung pur. Und zahllose Läufer versinken emotionsgeschüttelt in einem Meer von Glückstränen: wenn sie nach 41,9 km zurückgelegter Strecke in den Marathontunnel des Olympiastadions einlaufen und dort von Disco-Nebel, Lichtorgeln und bewegender Musik empfangen werden. Jetzt nur noch 70 Meter weiter in das Oval des Stadions einlaufen und schließlich die Ziellinie überqueren. Für keinen dieser Welt ist dieses aufwühlende Seelenerlebnis zu verstehen! Denn es ist hart erarbeitet zahllose Trainingskilometer zuerst und dann der Marathon selbst.
An diesem MarathonEvent nahmen auch zwei Läufer des TSV Mindelheim teil - und das mit großem Erfolg.Thomas Langer war mit der eindeutigen Marschrichtung unter 2:30 Stunden von Beginn an in der Spitzengruppe von 10 Läufern dabei. Durch das hohe Tempo fiel immer wieder ein Läufer zurück. Nach ca. 25 gelaufenen Kilometern gesellte sich ein Däne zur Gruppe und wollte auch gleich alle überholen. Da Thomas gerade in der Führungsarbeit war und zudem noch Gegenwind herrschte, beschloss er dem Dänen zu folgen, der mit 185cm Größe einen ordentlichen Windschatten gab. Die Tempoverschärfung war sehr hoch, knapp unter 3:30 min/km. Der spätere Sieger Falk Cierpinski und der zweite Sebastian Jost waren mittlerweile schon enteilt, und die zweite Verfolgergruppe mit Thomas war nur noch fünf Athleten stark. Bei km35-36 konnten dann nochmals zwei Mitstreiter das Tempo nicht halten. Nun kämpfte Thomas bis km 40 mit einem Polizeikollegen aus Niedersachsen um den begehrten Stockerlplatz. Aber „der Tank war leer“ wie Thomas später sagte. Und so kam er mit nur 20 Sekunden Rückstand mit der hervorragenden Zeit von 2:29:31 Std. im Gesamteinlauf auf den 4. Platz von ca. 8000 Läufern ins Ziel und wurde damit zweiter in der Klasse M35. Bei der Polizeimeisterschaft wurde Thomas Deutscher Vizemeister und gleichzeitig Schwäbischer Marathonmeister.
Der zweite TSV-Läufer - Alfred Schaur - nahm seinen 21. und gleichzeitig letzten Marathon in Angriff. Vom Startschuss ging es für ihn bis zur Startlinie mehr im gehen als im laufen, und erst nach 1 km konnte er frei laufen und seinen Rhythmus finden. Trotz des manchmal eckigen Kurses erreichte er mit 1:32 27 Std. die Halbmarathonmarke. Bis km37 lag die Zeit noch im Bereich von knapp über drei Stunden. Dann kündigte sich eine Übersäuerung der Muskulatur an und führte zu einem Wadenkrampf. Durch seine sehr gute Vorbereitung mit wöchentlich 160 170 km konnte der 65 jährige das Ziel im Olympia-Stadion noch in der ausgezeichneten Zeit von 3:16:51 Stunden erreichen. Das bedeutete den 841 Platz im Gesamteinlauf und den 2.Platz in der Klasse M65. In der Wertung der schwäbischen Marathonmeisterschaft wurde Alfred erster in seiner Altersklasse.
Etwa vor einem halben Jahr traf Ursula Horender aus Memmingen zur Mindelheimer Läufergruppe und bereitete sich unter der Anleitung von Gerhard Groß auf ihren zweiten Marathon vor. Die erste Hälfte absolvierte sie in 1:58:59 Std. und konnte mit 3:56:24 Std. ihre Zeit vom ersten Marathon um sagenhafte 57 min. verbessern. Mit dieser Leistung kam sie im Gesamteinlauf auf den 3824. Platz. In der Frauenwertung wurde sie 405. und zugleich 68. in der Klasse W45.So wird dieses ereignisreiche Marathon-Event für die Mindelheimer Marathonis noch lange in guter Erinnerung bleiben!
Die drei erfolgreichen Marathonis des TSV Mindelheim: Alfred Schaur, Ursula Horender und Thomas Langer
Schaur läuft überraschend auf den zweiten Platz
Als einziger Teilnehmer aus dem Allgäu startete Alfred Schaur im württembergischen Bad Liebenzell bei den Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften im Halbmarathon. Insgesamt hatten über 600 Athletinnen und Athleten zu den Titelkämpfen gemeldet, die in zwei Läufen gestartet wurden. Bereits um 9:30 Uhr schickte der örtliche Ausrichter TS Bad Liebenzell die Männer und Junioren bei noch idealen Temperaturen auf den relativ flachen Rundkurs, der vier mal zu durchlaufen war. Mit 1:03:35 Std. wurde der Wattenscheider Stefan Koch Deutscher Meister über die 21,1 km.
Im zweiten Lauf um 11:30 Uhr der Frauenklassen und Senioren 40 und älter schien die Sonne schon kräftig vom blauen Spätsommerhimmel. Unter den 450 Teilnehmer/innen war auch Alfred Schaur vom TSV Mindelheim am Start. Mit einem taktisch klug eingeteiltem Lauf über die vier Runden konnte Schaur in der Endphase noch einige Plätze gutmachen und lief in 1:29:35 Std. ins Ziel. Mit nur 43 sec. Rückstand auf den Sieger der Klasse M65 wurde Schaur überraschend Deutscher Vizemeister und war damit bester bayerischer Teilnehmer.
Leichtathletik-Schüler mit tollen Leistungen
Mindelheimer in Kempten erfolgreich / Mindelheim (bru)
Gleich elf junge Athleten aus der Kreisstadt starteten bei zwei Abendsportfesten in Kempten und zeigten dort ansprechende Leistungen. Am erfolgreichsten waren dabei Patrick Lutzenberger und Michaela Mauler, die nicht zu schlagen waren. Beim Kugelstoßen in der Klasse M14 scheiterte Patrick mit 9,93 Metern nur knapp an der 10-Meter-Marke und Michaela lief im 800m-Lauf der W 12 nahe an die Drei-Minuten-Grenze heran: Die Uhr bleib nach 3:04,91 Minuten stehen.
Bei hervorragenden äußeren Bedingungen gab es im Sportpark des TV Kempten noch weitere herausragende Leistungen. So landete Janina Kienle gleich dreimal unter den besten Vier, wobei die Elfjährige vor allem im Weitsprung mit 4,33 Metren und Platz zwei eine tolle Leistung ablieferte. Ihre Vielseitigkeit bewies sie mit 7,94 Sekunden im 50-Meter-Sprint (Platz 4) und mit 3:12,57 Minuten über die 800 Meter (Platz 3).
Auch die Läufer-Truppe von René Reichert zeigte an diesem Abend ihr Können. Außer dem Sieg von Michaela Mauler starteten auch Ines Kohl und Elena Rogg über die Zwei-Runden-Distanz und lagen mit 3:06,59 und 3:13,61 Minuten nur knapp hinter ihrer Vereinskameradin. 200 Meter mehr mussten Florian Mauler und Markus Kohl in der Klasse M15 zurücklegen. Nach 3:30,66 beziehungsweise 3:49,09 Minuten überquerten sie als Dritter und Fünfter die Ziellinie.
Bei den Schülerinnen A war Theresa Ziemer an diesem Abend nicht ganz zufrieden. Denn trotz ansprechender Leistungen mit 13,61 Sekunden im 100-Meter-Lauf und 4,58 Metern im Weitsprung konnte sie ihre Ziele nicht erreichen. Dagegen stellte Sabrina Ludsteck mit 13,69 Sekunden im Sprint eine neue Bestleistung auf.
Weitere Ergebnisse:
M14: Weit 3. Patrick Lutzenberger 4,86 m, Speer 5. Patrick Lutzenberger 24,16 m
W15: Weit 7. Sabrina Ludsteck 4,01 m
W14: 100m 9. Anna Wendl 14,97 s, Weit 7. Anna Wendl 4,08 m
W10: 50m 15. Andrea Mauler 9,71 s
Titel im Endspurt gesichert
Balthasar Bischlager wird bayerischer Meister / Mindelheim (bru)
Im Münchener Dantestadion wurden die Bayerischen Meister in den Junioren- und Jugendklassen gesucht. Drei Leichtathleten aus der Kreisstadt hatten im Vorfeld die Qualifikationsnorm erfüllt und gingen mit guten Chancen in die Titelrennen. Dabei gelang Balthasar Bischlager ein Überraschungscoup, als er über die Stadionrunde auf der Zielgeraden das Feld von hinten aufrollte und als erster die Ziellinie passierte. Auch Bernadette Ruf lieferte einen ausgezeichneten Wettkampf und gewann im Hochsprung die Silbermedaille.
Den Auftakt machte Sprinter Tobias Lutzenberger, der nach einer längeren Trainingpause nicht an seine gewohnten Leistungen herankam. Als Vorlaufdritter mit 11,55 Sekunden erreichte er das Finale nicht. Auch beim anschließenden Stabhochsprungwettbewerb kam er nicht so recht in Schwung und musste sich mit 3,60 Metern und Platz fünf begnügen.Wesentlich besser lief es für Bernadette Ruf, die im Hochsprung einen ihrer besten Wettkämpfe zeigte. Nach dem Einstieg bei 1,55 Metern übersprang sie die nächsten Höhen sicher und flog im zweiten Versuch auch hoch über 1,69 Meter. Erst bei der neuen Rekordhöhe von 1,72 Metern scheiterte sie dreimal und belegte am Ende überglücklich Rang zwei.
Das Feld von hinten aufgerollt.
Den Höhepunkt aus Mindelheimer Sicht lieferte in diesem Jahr Balthasar Bischlager. Der Viertelmeiler hatte mit einer Bestzeit von 50,60 Sekunden, gelaufen bei den Allgäuer Meisterschaften, als Drittbester gemeldet. Wie gewohnt ging er die erste Hälfte der Strecke in gut 24 Sekunden an, verlor aber Boden auf seine Konkurrenten und kam als Vierter auf die Zielgerade. Hier zündete er den Turbo, während seine Gegner abbauten. So holte er einen nach dem anderen ein und passierte kurz vor der Ziellinie auch noch den bis dahin führenden Martin Vent aus Murnau. Mit 50,43 Sekunden konnte er seinen Vereinsrekord noch einmal steigern und zum ersten mal einen Bayerischen Meistertitel erringen.
Bei den Allgäuer Meisterschaften in Marktoberdorf hatte Theresa Ziemer in der Klasse W15 einen starken Auftritt. Nach einem zweiten Platz mit 13,40 Sekunden über 100 Meter, gewann sie im Weitsprung im letzten Durchgang den Allgäuer Meistertitel mit ausgezeichneten 4,98 Meter.

Die drei erfolgreichen Athleten des TSV Mindelheim: Bernadette Ruf, Tobias Lutzenberger und Balthasar Bischlager
Neue Trainingsanzüge für den Läufernachwuchs des TSV Mindelheim
Damit die Nachwuchsläufer bei Wettkämpfen in Zukunft einheitlich auftreten können,
spendierte Hans Rogg von der Lottoannahmestelle Hans im Glück (im V-Markt MN) pünktlich zum Mindelheimer Altstadtlauf einen Satz neue Trainingsanzüge für die jungen Athleten. Hans Rogg, der seit einigen Jahren auch Textilien bedruckt, führte den Aufdruck selbst durch.
Als nächstes geht die Jugendgruppe am 24. Juni 07 beim Landrat-Dr.-Frey-Landkreislauf in Langenneufnach an den Start.

Auf dem Bild von links:
Hans Rogg, Elena Rogg, René Reichert, Michaela Mauler, Florian Mauler, Markus Kohl, Ines Kohl
4,20 Meter mit dem Stab
Tobias Lutzenberger im Höhenrausch / Mindelheim (bru)
Nach dem Einsatz beim IBL-Länderkampf ging es für die Mindelheimer Leichtathleten gleich weiter mit internationalem Wettkampf-Flair. Zum ersten mal nahmen sie beim Springermeeting in Innsbruck teil, wo Teilnehmer aus sechs Nationen am Start waren. Umso erfreulicher ist die Ausbeute, konnten sich doch alle unter den ersten drei platzieren und somit einen schönen Pokal mit nach Hause nehmen.
Überragend war diesmal Tobias Lutzenberger, der mit einer Bestleistung von 3,70 Metern als fünftbester Stabhochspringer gemeldet war. Wie so oft stieg er bei 3,50 mutig in den Wettkampf ein, aber bereits zwanzig Zentimeter höher drohte das „Aus“. Im dritten Versuch wählte er deshalb einen härteren Stab aus, den er zum ersten mal im Wettkampf einsetzte. Auf Grund seiner hervorragenden Technik und seiner turnerischen Fähigkeiten flog er hoch über die Latte hinweg. Auch die folgenden Höhen übersprang er im 10-Zentimeter-Rhythmus mühelos, überwand erstmals die 4-Meter-Marke und machte erst bei 4,30 Meter drei Fehlversuche. So hatte er alle höher gewetteten Gegner geschlagen und errang mit neuem Vereinsrekord von 4,20 Meter den Siegerpokal.
Erneut trat Bernadette Ruf in der Frauenklasse an und konnte sich weiter steigern. Bis 1,65 Meter hatte sie kein einziges mal die Latte abgeworfen. Erst bei 1,68 musste sie dreimal anlaufen, um dann „ein Häuschen“ zu bauen. Leider konnte sie bei der nächsten Höhe von 1,71 Metern, mit der sie sich für die deutschen Meisterschaften qualifiziert hätte, keine solchen Sprung auf die Anlage zaubern. Trotzdem belegte sie in einer starken Konkurrenz Rang zwei.
Der dritte im Bunde, Balthasar Bischlager, trat leicht verletzt zum Hochsprung an und war mit 1,80 Metern zwar nicht ganz zufrieden, landete aber nur knapp geschlagen auf Platz drei.
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Tobias Lutzenberger auf dem Weg nach oben - Alle drei Mindelheimer Sportler konnten einen Pokal gewinnen.
Internationale Wettkampfluft geschnuppert
Länderkampf der Bodensee-Anrainer / Mindelheim (bru)
In diesem Jahr erhielten gleich fünf Sportler aus Mindelheim eine Einladung zum Vergleichskampf der Allgäuer Leichtathleten mit den anderen Kreisen und Bezirken aus Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz in Singen am Hohentwiel. Mit ausgezeichneten Leistungen konnten Bernadette Ruf, Tobias Lutzenberger und Balthasar Bischlager jeweils unter die ersten Drei kommen.
Bernadette Ruf musste auf Grund der internationalen Altersklasseneinteilung bei den Frauen starten und konnte dort trotz widriger Windböen starke 1,67 Metern im Hochsprung überwinden. Damit sicherte sie sich zusammen mit Carolina Dressler aus Kaufbeuren (1,82 m) den einzigen Doppelsieg für den Kreis Allgäu. Aber auch im Weitsprung und Kugelstoß kam die junge Athletin aus der Kreisstadt mit 4,93 Metern und 8,86 Metern nahe an ihre persönlichen Bestleistungen heran.
Tobias Lutzenberger und Balthasar Bischlager traten sowohl in den Staffelwettbewerben als auch über 100 Meter beziehungsweise 400 Meter an. Während die Sprintstaffel in einer ausgeglichenen Besetzung mit 43,95 Sekunden als Dritte ins Ziel kam, konnte die olympische Staffel nicht in die Entscheidung eingreifen. Im Einzel-Sprint 100 Meter erwischte Tobias einen sehr guten Start und lag bis 60 Meter ganz weit vorne, konnte aber wegen einer Verletzung im Sprunggelenk nicht voll durchziehen, so dass er sich am Ende mit 11,37 Sekunden und Platz sechs zufrieden geben musste. Besser lief es bei Balthasar, der über die Stadionrunde einmal mehr ein beherztes Rennen lief und nach 52,11 Sekunden als Dritter die Ziellinie passierte. Im Hochsprung war er dagegen mit 1,75 Metern und Rang acht nicht zufrieden. Daniela Winkler vertrat die Allgäuer Farben im Sprint und in der Sprintstaffel, konnte aber genauso wie die gesamte Mannschaft nicht in die Entscheidung über die vorderen Plätze eingreifen. Axel Milhard, der für die 3000 Meter vorgesehen war, hatte schon frühzeitig auf einen Start verzichtet.

auf dem Bild: Bernadette Ruf flopte über 1,67 Meter.
Mindelheimer Läufer erfolgreich unterwegs
Erfolge für die TSV-Läufer beim Marktlauf in Illereichen (RR)
Bei strahlendem Sonnenschein und sehr heißen Temperaturen gingen am vergangenen Samstag vier Läufer des TSV Mindelheim beim 21. Illereicher Marktlauf an den Start. Im Schülerlauf über 1,8 km starteten die Nachwuchsathleten Michaela und Florian Mauler. Mit der guten Zeit von 6:55 min. wurde Florian mit einem Rückstand von 16 Sekunden zweiter im Gesamteinlauf. Dies bedeutete gleichzeitig den 2. Platz in der Altersklasse Schüler A. Seine Schwester Michaela benötigte für die gleiche Distanz 8:04 min. und belegte mit dieser guten Leistung bei den Schülerinnen B ebenfalls den 2. Platz.
Im Hauptlauf über knapp 10 Kilometer gingen zwei Läufer des TSV Mindelheim an den Start. Thomas Langer musste letztendlich nur Peter Kotz von der TSG Ehingen den Vortritt lassen und kam als zweiter Läufer im Gesamteinlauf in der guten Zeit vom 33:05 min. ins Ziel. Zugleich bedeutete dies auch den Sieg in der Altersklasse M35. René Reichert war mit seinem Lauf ebenfalls zufrieden und gewann seine Klasse M30 mit der Zeit von 42:21 min.

auf dem Bild: Michaela und Florian Mauler
Mindelheimer Läufer beim Kellmünzer Frühjahrslauf
Podestplatzierungen für den Mindelheimer Läufernachwuchs (RR)
Bei der 13. Auflage des Kellmünzer Frühjahrslaufes waren drei Nachwuchssportler der Leichtathleten am Start. Die Athleten hatten hierbei eine Strecke von 1,3 km zurückzulegen. Bei den Schülerinnen B gingen Michaela Mauler und Elena Rogg an den Start. Beide erwischten einen guten Tag und konnten sich im Schlussspurt die Plätze zwei und drei sichern. Sie benötigten für die Distanz gute 5:47 bzw. 5:50 min.
Florian Mauler belegte in seiner Alterklasse Schüler A ebenfalls den zweiten Platz. In einem sehr guten Rennen musste er sich mit einer Zeit von 4:45 min nur Raphael Rinagl von der TSG Ehingen geschlagen geben.
Im Hauptlauf über 10 km waren gleich mehrere Starter aus Mindelheim am Start.Nach langer Wettkampfpause konnte
Alfred Schaur
schon wieder an seine alte Wettkampfstärke anknüpfen er belegte in guten 43:38 min den zweiten Platz in der Altersklasse M65.
Die weiteren Ergebnisse der Mindelheimer:
René Reichert 42:08 min, Wolfgang Mauler 50:11 min, Hans Rogg 52:09 min, Bernhard Magerl 52:45 min
In Bayerns Spitze vertreten
Bernadette Ruf und Tobias Lutzenberger starten in der HalleMindelheim (bru).
Bei den Südbayerischen und bayerischen Hallenmeisterschaften in der neuen Werner-von-Linde-Halle in München präsentierten sich Bernadette Ruf und Tobias Lutzenberger vom TSV Mindelheim schon in guter Form. Während Bernadette zum ersten mal in der A-Jugend antreten musste, startete Tobias in der Männerklasse.
Zum Auftakt lief es bei dem Pfaffenhauser bei den Bayerischen Meisterschaften noch nicht nach Wunsch. Nach zweimal 7,33 Sekunden im 60-Meter-Sprint im Vor- und Zwischenlauf musste er die Segel streichen. Bei den Südbayerischen lief es dann schon besser und mit 7,21 Sekunden kam er nahe an seine Bestzeit heran. Im Zwischenlauf erwischte er dann leider einen miserablen Start und schied nach 7,30 Sekunden aus. Im Weitsprung zeigte er mit 6,11 Metern, dass er auf einem stabilen Niveau springen kann. Beim Kugelstoßen musste er erstmals mit dem 7,26 Kilogramm schweren Gerät stoßen und erreichte mit 11,39 Meter auf Anhieb eine gute Weite.
Bernadette Ruf startete zunächst in der Klasse Jugend A und erreichte mit 1,58 Metern Platz zwei. Eine Woche später zeigte sie schon aufsteigende Form und floppte mit 1,61 Metern erneut zur Südbayerischen Vizemeisterschaft in der Frauenklasse.
Ein erster Saisonhöhepunkt sollte die Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften werden. Tobias Lutzenberger hatte sich viel vorgenommen und konnte seine Hoffnungen auch großteils erfüllen. Überraschenderweise zeigte er bei diesem Wettkampf vor allem im Sprungbereich herausragende Leistungen. So kam er mit 6,34 Metern im Weitsprung nahe an seine Bestleistung heran und stellte sein Bestmarke von 1,76 Metern im Hochsprung ein. Aber vor allem im Stabhochsprung zeigte er eine famose Leistung und flog zum ersten mal hoch über 3,70 Meter hinweg, so dass im Sommer auch Höhen um vier Meter möglich sein sollte. Auch seine Kugelstoßleistung von 11,46 Metern passte in das positive Leistungsbild. Nur seine sonstige Trumpfkarte, den Sprint, konnte Tobias dieses mal nicht ziehen. Nach 7,33 Sekunden über die flache Strecke, verpasste er den 60-Meter-Hürdenlauf und blieb mit 10,05 Sekunden weit unter seinen Möglichkeiten. Im abschließenden 1000-Meter-Lauf lies er nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit 3:09,98 Minuten den fünften Platz in der Mehrkampfwertung.
Die 4234 Punkte im Siebenkampf bilden eine solide Basis für den Zehnkampf im Sommer.

Tobias Lutzenberger auf dem Weg nach oben